12. April 2007

Der Jäger

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 09:27

Ich führe eine Randexistenz. Eigentlich weiß ich das ja schon seit längerem. Aber jetzt habe ich es quasi schriftlich. Ich lebe am Rand der Jeanshosengrößen von H&M. Wenn ich mal einen Schnitt, eine Farbe, eine (wie ich seit Gestern weiß) Waschung gut finde, dann heisst das noch gar nichts. Ich brauche nämlich die Größe 36/36. Und die steckt (wie ich auch seit gestern weiß) in jeder H&M-Lieferung nur ein mal. Wenn ich also nicht völlig vertrottelt in zu kurzen Hosen (denn 36/34 gibt es en Masse) rumlaufen möchte, dann muss ich mich auf die Lauer legen. Warten. Auf meine Hose. Auf meine Lieferung. Auf meinen Tag.

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11. April 2007

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 19:20

Wurde neulich in einer ruhigen Minute mal gefragt, ob ich einen Langen hätte. Ernstgemeinte Frage! Ich antwortete, das hinge ganz davon ab, und fand diese Antwort damals eigentlich ganz pfiffig.
Mittlerweile gefällt mir aber das Wort hinge in dem Zusammenhang nicht mehr.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 19:07

Gerade klopft es am Fenster. Stehe auf. Öffne. Nilz und Dr. Sno  stehen da, mit Junk-Food in der Hand. Ich soll nicht so viel bloggen.

17. März 2007

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 19:39

Wollte nur schnell melden, dass ich noch lebe. Leider rauben mir Glückliche Comedy-Pärchen und Karibik-Nagel-Manatis gleichermaßen die Zeit. Hatte heute gerade mal genug davon, mir dieses hier zu bestellen.

Sonst geht hier alles seinen sozialistischen Gang. Voller Stolz habe ich erstmals folgenden Ausruf in einem Drehbuch durch bekommen:

Das ist ja unerhört! Das blogge ich!

11. März 2007

Jetzt wirds kompliziert

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 18:32

Wenn man zum Laufen verabredet ist – muss man dann auch vorher duschen?

5. März 2007

Honigduft im Takupark

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 14:48

Einfach so. Über Nacht.
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3. März 2007

Moin World!

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 17:19

Witzig: Das Kennzeichen des kleinen schwarzen Autos auf den Plakaten der aktuellen Toyota-Auris-Werbekampagne. Nicht nur Berlin, auch Köln wurde damit vor Kurzem vollflächig tapeziert. Nun wissen die meisten natürlich nicht, dass das verwendete Kennzeichen AUR-IS 89 für den schönen Landkreis Aurich (ugs. Auerk) in Ostfriesland steht. Dass also ganz Deutschland einem Ostfriesen hinterher schaut, erfüllt sogar mich mit einigem Stolz. Im Übrigen hat Aurich es sich auch redlich verdient, denn der Spruch In Aurich is´ schaurich ist schon seit langem nicht mehr haltbar.

Wer einmal tiefere Einblicke in die perfide ostfriesische Lebensart tun möchte, guckt sich Termos Blog an. Für einen Ostfriesen völlig untypisch wird dort freimütig und durchaus virtuos gebloggt. Grüße aus der Diaspora!

2. März 2007

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 00:11

So vor sich hingedröppelt, der Tag heute. Nachmittags, nach langem Grübeln, endlich die Erkenntnis: Auch in den Redaktionen großer deutscher Privatsender wird überwiegend mit einer – dem Wasser zumindest sehr ähnlichen – Substanz gekocht. Danach Energieschübe. Aufs Papier gebracht. War aber immer noch was übrig. Laufen also.

Beine so: Strotz

Irgendwo hab ich mal aufgeschnappt, dass man in regelmäßigen Abständen Dauer oder Intensität sportlicher Aktivität erhöhen soll. Sonst stagniert man in der Entwicklung. Und in der Entwicklung stagnieren, das geht ja schon mal garnicht. Weiter oder schneller also. Geht eigentlich auch beides?

Ging. Ist aber nix für jeden Tag, würd ich jetzt mal sagen.

Hab auch nochmal gemerkt, dass die Musikwahl beim Laufen den Takt vorgibt. War auch früher schon auf dem Weg zur Schule immer so.

Mit Mia jedenfalls mindestens 30% schneller gelaufen als mit Rainer Maria. Mit Sun Kil Moon im Ohr bewegt man sich ja fast rückwärts. Erschreckend.

Quer durch Neuehrenfeld also, immer auf der Strasse, vorbei an ängstlichen Omas und rotzenden Halbstarken. Und alle 100 Meter ein Kellerfenster das nach Weichspüler riecht.

28. Februar 2007

minzig, kampferartig

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 15:14

Wer erinnert sich noch an die dreieckigen Wick-Hustenbonbons, meistens Kirschgeschmack, in diesen länglichen Fummelverpackungen? Die, die immer bis zur Unkenntlichkeit miteinander verklebten, sobald die Packung erstmal geöffnet war? Ich glaube, bei meinen Großeltern gabs die immer. Oder war das Pulmoll? Ich weiß nicht mehr.

Jedenfalls muss ich jetzt täglich an miteinander verklebte, dreieckige Wildkirsch-Hustenbonbons denken. Und zwar, weil: Meine neue Zahnpasta, mancherorts auch Zahncreme, schmeckt danach! Grandios! Hätte nicht gedacht, dass mich sowas mal erfreut.

Wer das auch mal ausprobieren möchte, kauft sich einfach die neue Odol-med3 EXTREME, die ausserdem ein Sehr Gut von der Stiftung Warentest bekommen hat. Wahrscheinlich saß da so einer wie ich im Team. Ach nee, die machen das bestimmt ohne Jury, oder?

26. Februar 2007

Sorry Wien, es lag nicht an Dir.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 17:56

Du warst schön, Wien, und wenn ich richtig gut drauf gewesen wäre, hätte ich vielleicht gesagt: Hey, was für eine schöne Stadt. Ich hätte mich an den alten Häusern gefreut und an den netten Leuten, ich hätte vielleicht abends rumgeknutscht und ein Schremser weniger getrunken. Alle, die Rauchfangkehrer, die Müllaufleger mit ihren Mistkübeln, die Stiegenhäuser, das Stockerl, das Sackerl, den Hofer, alle hätte ich ins Herz geschlossen, sogar die Lippizaner. Aber nicht diesmal.

Mit mir hattest du es wirklich nicht leicht, Wien. Dein Nachfolger Köln heißt mich heute mit einem warmen Regen willkommen. Und mit einer abgesprungenen Kette. Leider nicht am Drohtesl, sondern am Motorrad. Als sie endlich wieder sitzt, giesst es in Strömen, nach rekordverdächtigen 5 Minuten bin ich pitschnass. In meinen Schuhen schwappt beim Bremsen das Wasser nach vorn durch die Zehen. Aber das ist alles nicht so schlimm.

Erstaunlich, was einen alles kalt lässt, wenn es eh schon kacke geht. Dann das auch noch, ist schon recht. Schon beim Flug konnte mich selbst massives Rumpeln nicht aus der Ruhe bringen. Wir erfahren gerade ein Starkwindfeld? So what! Wir erfahren gerade einen beidseitigen Triebwerksausfall? So what! Das kann mich nicht schrecken. Ich bin die HMS Fearless, mann!

Wir sehn uns, Wien, ein Andermal.
Bis dahin, dein Freerk

24. Februar 2007

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 19:51

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Die Kette der Enttäuschungen reisst nicht ab: Habe heute feststellen müssen, dass die Entlastungsrinne der Donau bei mir keine Wirkung zeigt.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 14:49

Oh ja, also: Die Österreicher. Mein lieber Scholli, das ist vielleicht eine Bande. Aber gut, irgendwie. O würde jetzt sagen: Wem die Sintflut gefallen hat, der wird auch an diesem Volk seine Freude haben.
Ganz am Anfang steht für mich ein bodenständiger Name: Flughafen Wien-Schwechat. Nicht International oder Intl. oder Main Lower Austria. Nein, Schwechat. Das macht natürlich schonmal Eindruck. C holt mich am Flughafen ab, was wirklich schön ist und für mich total ungewohnt. Dank ihr tappe ich auch nicht in die für amerikanische Touristen aufgestellte City Airport Train-Falle (viel mehr Geld für 5 Minuten schneller da), wir lösen ein 72 Stunden Ticket und nehmen die 7 Richtung Innenstadt.
C wohnt in einem Altbau im Neubau, das klingt unlogisch, ist aber so. Neubau ist nämlich der siebte Wiener Bezirk. Ganz nette Ecke. Auch das mit den nummerierten Bezirken ist eine tolle Sache ( & was die wenigsten wissen: Auch in Köln haben die Bezirke Nummern, ich wohne zum Beispiel im vierten).

Wir essen etwas und gehen aus. Unsere erste Station ist das Rhiz, dort macht ein ziemlich ambitionierter Amerikaner allein Musik, nach eigenem Bekunden stammt Glomag aus Brooklyn, wahrscheinlich aber eher Upper West Side. Vielleicht würde ihm eine Gitarre besser stehen als seine drei Gameboys, vielleicht würde das auch besser klingen als der 8bit Stereoton, aber das ist nunmal sein Ding und wo er schon mal hier ist, in Vienna, da gibt er Zugabe um Zugabe, ungebeten. This is another, rather old Track, den ihm ein befreudeter Gameboymusiker geschickt hat, man kennt sich, die Szene ist überschaubar, zum Glück, denke ich. C findet sein instrumentloses Rumgewippe irgendwie unsexy. Ich finde, das gehört eh alles zur Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit-Problematik.

Danach Tanzen, zu Riton aus London, mir zur hart, aber was solls. Im Bauch eines Schiffes auf dem Donaukanal. An der Bar erkundige ich mich nach Biersorten. Tut mir Leid, aber wir haben leider nur Becks. Mit dem Spruch war das Bürschchen bei mir natürlich an der richtigen Adresse. Mit dir fahr ich Schlitten!

22. Februar 2007

Leiwand: Marmeladinger auf Reisen

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 14:00

Heute Abend fliege ich nach Wien. In Wien war ich noch nie. Und überhaupt: In Österreich bin ich bisher nur ein einziges Mal gewesen, und das auch nur für ca. 6 Stunden. Damals war ich geschäftlich mit einem deutschen Schauspieler in Klagenfurt, der die Schönheit der Region nur stark bekokst ertrug (Von dieser Reise habe ich auch noch ein onTour in Petto, das mache ich in nächster Zeit mal fertig).

Die Österreicher also. Na ob das was wird. Obwohl: kulturell und kulinarisch haben die ja einiges auf dem Kasten, scheints.

Ich habe mich mal mit einem Österreicher gehauen, obwohl ich mich ja nun wirklich niemals haue. Aber da hatte ich einfach einen schlechten Tag und er danach dann auch. Herwig hieß der, und war Kommilitone an der KHM. Ach, eigentlich ist es mir ganz peinlich. Zumal der auch noch viel kleiner war.

Wohnen werde ich in Wien bei meiner ehemaligen Mitbewohnerin. Das wird bestimmt grandios, denn C. wusste schon hier in Köln immer viel besser wo was los ist und wo nicht. Heute Abend solls auch direkt losgehen.

Allerhöchste Zeit also, noch schnell ein Bisschen Österreichisch zu Pauken:

Zigarette - Tschick
Korken - Stoppel
Schnapsglas - Stamperl
Kronkorken - Kapsel
Kiosk - Tabaktrafik
Prostituierte - Asfoitschwoibn
Fußgänger - Fußgeher
Unterhaltung - Gaudee
Tasse - Heferl

Außerdem:

betrunken sein –

  • an Offn hom (einen Affen haben)
  • bummzua (vollkommen zu)
  • b’soffen wia r a Heisltschick (angesoffen wie ein Zigarettenstummel im Urinal)
  • bladlwach (weich/biegsam wie ein Blatt)
  • blunznfett (fett wie eine Blutwurst)
  • im Öö sei (im Öl sein)
  • an Fetzn hom (einen Fetzen haben)

Nachtrag zum Karo

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 11:06

Erstens: Eine besondere Vorliebe für kariertes Bettzeug kann man mir aus meiner ehemaligen Lieblingsdecke gewiss nicht knüpfen. Immerhin war sie die einzig farbige im Schrank! Zweitens: Es besteht kein Widerspruch zwischen der Liebe zu karierter Bettwäsche und der Abneigung zu karierter Unterwäsche. Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Drittens, und was die wenigsten wissen: Zwischenzeitlich hatte es meine Lieblingsbettwäsche sogar zu echtem Weltruhm gebracht. In einem Kurzfilm von Nilzenburger und mir; 8.45am aus dem Jahre 2003. Zu dem Zeitpunkt war sie auch noch größtenteils intakt:

20. Februar 2007

Autsch

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 12:08

Gestern zum ersten Mal seit etwa vier Jahren wieder die Schulter ausgekugelt, abends. Der Schmerz zwingt mich in der Küche zu Boden, ich liege, embryonal gekrümmt, schreiend vor dem Kühlschrank.
Der Mitbewohner ist verwirrt: Was soll das denn sein, Tschaikowski?

12. Februar 2007

Der Weg alles Irdischen

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 20:37

Schweren Herzens habe ich heute meine Lieblingsbettwäsche in die ewigen Schlafgründe geschickt. Die vergangenen Jahrzehnte waren an uns beiden nicht spurlos vorrübergegangen, zum Schluss war, zumindest bei ihr, der Verfall nicht mehr zu leugnen. Ich konnte nicht mehr dagegen anstopfen.

Das Bild zeigt mich, 22-jährig, in meinem Bett in der Pagentornerstrasse, ich glaube E hat es geschossen. Auch E mochte dieses Bettzeug sehr, soweit ich mich erinnere. Ich glaube, sie fand es irgendwie englisch.

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11. Februar 2007

Lauf, Freerk, lauf!

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 18:46

Schon seltsam, was der Körper manchmal mit einem treibt. Obwohl es ja eigentlich ein alter Hut ist, dass man seelische Schmerzen nicht nur mit Alkohol betäuben kann, sondern auch mit körperlichen Schmerzen. Dass aber gerade ich, als ausgesprochener Sportmuffel, die eines Tages zu instrumentalisieren wissen würde, erschreckt eigentlich jeden, dem ich davon erzähle. Und zwar nicht, weil ich irgendwelche selbstverletzenden Techniken praktiziere, sondern weil, und jetzt kommts: ich laufe. Auf diesem Weg stellt sich schon nach ein paar hundert Metern bei mir eine Art körperliches Brummen ein, dass einen alles mögliche vergessen macht, auch Herz und Bauch.

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29. März 2006

Filed under: Annekdotes,Triviales — Freerk @ 17:58

Zum Beispiel zwei ganz typische Schauspieler-privat Wörter:
irrsinnig und wahnsinnig
Das, was der Thomas da in Bochum macht, ist halt einfach irrsinnig gut.
Das regt mich eben wahnsinnig auf, wenn einer beim Fahren telefoniert. Sowas sollte verboten werden.

Vielleicht ja noch mehr sinniges? Mal sehn.

17. März 2006

City on a Hill

Filed under: Annekdotes,Musikales — Freerk @ 12:15

Englisch für Irrstern ist, glaube ich, Wandering Star. Das erinnert mich an eine Woche in Boston, 1995, in der ich das legendäre Portishead-Album Dummy sprichwörtlich rauf und runter gehört habe, auf meinem frisch gekauften Discman. Ich habe mit Kopfhörern ungefähr hier im Park gelegen (das war lange vor 9/11, da war das Grass noch grün), unter mir alle paar Minuten eine rumpelnde U-Bahn. Mitten im Frühling bin ich damals durch Boston spaziert, hab Reese´s Peanut Butter Cups gefuttert und saß genau dort am Wasser, wo Will Hunting seine Was fang ich mit meinem Leben an – Sequenz hatte. Nur dass ich halt Portishead gehört hab, und da stellt man sich diese Frage ja gerade eben nicht.

Wandering stars, for whom it is reserved
The blackness of darkness forever

15. März 2006

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 08:58

Seit drei Tagen super Wetter. Das Motorrad geputzt. Richtig blank gewienert. Der Mitbewohner fragt War das denn dreckig? Ich sage Oh ja, sehr. Dann, mit den blitzenden Felgen, erstmal durch die Kiesgrube, dass die Brocken fliegen. Sieht so sauber ja auch doof aus, sonst.