26. Februar 2007

Sorry Wien, es lag nicht an Dir.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 17:56

Du warst schön, Wien, und wenn ich richtig gut drauf gewesen wäre, hätte ich vielleicht gesagt: Hey, was für eine schöne Stadt. Ich hätte mich an den alten Häusern gefreut und an den netten Leuten, ich hätte vielleicht abends rumgeknutscht und ein Schremser weniger getrunken. Alle, die Rauchfangkehrer, die Müllaufleger mit ihren Mistkübeln, die Stiegenhäuser, das Stockerl, das Sackerl, den Hofer, alle hätte ich ins Herz geschlossen, sogar die Lippizaner. Aber nicht diesmal.

Mit mir hattest du es wirklich nicht leicht, Wien. Dein Nachfolger Köln heißt mich heute mit einem warmen Regen willkommen. Und mit einer abgesprungenen Kette. Leider nicht am Drohtesl, sondern am Motorrad. Als sie endlich wieder sitzt, giesst es in Strömen, nach rekordverdächtigen 5 Minuten bin ich pitschnass. In meinen Schuhen schwappt beim Bremsen das Wasser nach vorn durch die Zehen. Aber das ist alles nicht so schlimm.

Erstaunlich, was einen alles kalt lässt, wenn es eh schon kacke geht. Dann das auch noch, ist schon recht. Schon beim Flug konnte mich selbst massives Rumpeln nicht aus der Ruhe bringen. Wir erfahren gerade ein Starkwindfeld? So what! Wir erfahren gerade einen beidseitigen Triebwerksausfall? So what! Das kann mich nicht schrecken. Ich bin die HMS Fearless, mann!

Wir sehn uns, Wien, ein Andermal.
Bis dahin, dein Freerk

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4 Kommentare »

  1. Jö, in Wien waren ‘S?
    Und wie ich sehe, sind Sie ja ganz schön herumgekommen auch… schöne Bilder!

    Comment by dieJulia — 1. März 2007 @ 15:51

  2. ……….kann ich gut nachvollziehen……………..

    dazu nochmal ingeborg bachmann, die ja vom fach war und zudem auch noch österreicherin:

    wohin wir uns wenden im gewitter der rosen
    ist die nacht von dornen erhellt, und der donner
    des laubs in den büschen,
    folgt uns jetzt auf dem fuß.

    wo immer gelöscht wird, was die rosen entzünden, schwemmt regen uns in den fluß. o fernere nacht!
    doch ein blatt, das uns traf,treibt auf den wellen
    bis zur mündung uns nach.

    ta m.

    Comment by manje — 2. März 2007 @ 12:40

  3. och.. naja, die heferl und stockerl warten auf dich bis dein herz wieder ganz ist – und platz für eine ganze stadt hat!

    Comment by cornelia — 2. März 2007 @ 17:26

  4. was für ein schönes bild!
    mit heferl im herzen und stockerl im bauch!
    ich freu mich ;)

    beim nächsten mal vergess´ ich dann auch das schnitzel nicht. wie kann man auch in wien das schnitzel vergessen! ich ochse!
    solang: http://www.beiomakleinmann.de/
    bei der sieht man den teller nämlich auch nicht mehr.

    Comment by freerk — 2. März 2007 @ 17:36

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