5. März 2007

Weiß man bei Vincent Gallo…

Filed under: Mediales — Freerk @ 17:56

… nun ja auch nicht so genau; ob das ein kompletter Trottel ist oder der Einzige, der das ganze Autoren-Regie-Schauspiel-Ding wirklich verstanden hat. Mehr als Chloë Sevigny ist ja nun an The Brown Bunny eigentlich nicht dran, selbst als Kunsthochschulabsolvent trägt man bei dem Film das eine oder andere Fragezeichen über dem Kopf. Diesen selbstverliebten Egoscheiss kann man sich meiner Meinung nach mal komplett sparen. Unter Umständen kommt Gallo mit dieser unaufgeregten Inszenierung aber auch einfach 30 Jahre zu spät und wäre in der Nouvelle Vague besser aufgehoben gewesen.

Ein Geniestreich scheint aber stets seine Besetzungspolitik zu sein: In The Brown Bunny wird dem leidenden Protagonisten ordentlich einer geblasen, im ON, bildfüllend und detailreich. Was liegt da näher, als sich schon mal selbst zu besetzen, klar hat man schon mit dem Buch, der Regie, der Kamera, der Produktion und dem Schnitt ordentlich zu tun, aber so ein schöner Blowjob, den lässt man sich nicht entgehen. Ich hätte dann an seiner Stelle wohl auch Chloë Sevigny besetzt, und die fertige Szene gibt Vincents und meiner Einschätzung durchaus Recht. Vom PR-Effekt einmal ganz zu schweigen.

Und das Gallo auch mal gesungen hat, ist ja nun völlig an mir vorbei gezogen. 2001 bringt er das Album When heraus und nutzt natürlich die Gelegenheit für einen Videodreh mit allerlei spärlich bekleideten Models, allen voran no one else but die junge Paris Hilton in her first ever half naked appearance. Sollte ja nicht die einzige bleiben, wie wir heute wissen.

Musikalisch finde ich das jetzt gar nicht so schlecht, ich werde in den nächsten Tagen mal nach dem Album Ausschau halten. Beim Video zu Honey Bunny aber wieder die erwähnten Fragezeichen über dem Kopf, Models auf einer Lazy Susan, da muss man erstmal drauf kommen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte klickt


honey bunny
Hochgeladen von zohilof

2 Kommentare »

  1. dascha dermaßen…
    so eine lazy susan haben wir doch auch noch! auf dem schwarzen sideboard im flur! sollte mal einrotierende käseplatte sein für gäste. war aber nie genug käse dafür …

    und gallos portrait zum schluß… der sieht ja wirklich aus wie das leiden christi…

    den song allerdings finde ich aber auch gut.
    ta m.

    Comment by manje — 9. März 2007 @ 21:08

  2. ich glaube, er versucht diese verheulte optik mit den fettigen haaren als sein markenzeichen zu etablieren. das war später im brown bunny nämlich auch so.

    Comment by Freerk — 9. März 2007 @ 22:41

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