13. Oktober 2007

Aubergine im Strumpf

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 16:24

Eigentlich war ich mit meinen Fesseln immer sehr zufrieden. Natürlich meine ich nicht die gesellschaftlichen, sondern die physiologischen, die da unten, zwischen Fuss und Unterschenkel. Zwar sind sie bei mir für meinen Geschmack fast etwas zu schlank, aber funktioniert haben sie immer ausgezeichnet. Dank ihnen liessen sich meine Füsse biegen und beugen, neigen und senken. Grandios!

Diese glorreichen Zeiten uneingeschränkter Bewegungsfreiheit sind seit einer Woche vorbei. Ich bin nun stolzer Besitzer einer Rupture de Tendon, eines Sublux. tali. sinister, kurzum: Eines Außenbandrisses!

Mysteriöserweise ziehe ich mir solcherlei Verletzungen stets im Ausland zu. Vor etwa vier Jahren bin ich in Italien mal in einen Pool gesprungen, aus großer Höhe, bäuchlings. Das Natursteinschwimmbecken hatte leider bei weitem nicht die von mir erwartete Tiefe, so dass ich mit einer Fraktur des Os nasale wieder auftauchte, blutig und zum Erstaunen der anwesenden Badegäste.

Den aktuellen Riss der Außenbänder zog ich mir im schönen Österreich zu, in einem Wintersportort, ohne allerdings irgendeiner sportlichen Tätigkeit nach zu gehen, einfach so beim Hüpfen. Zwei umgehängte, schwere Reisetaschen hatten mein ohnehin beachtliches Körpergewicht derart erhöht, dass meine, bereits erwähnten, zarten Fesseln, und die sie zusammenhaltenden Bänder, der auftretenden Hüpflast nicht mehr gewachsen waren. BOING. Binnen weniger Minuten wies mein Knöchel eine erstaunliche Schwellung auf, die mich im örtlichen Krankenhaus überraschenderweise jedoch nicht zum Gespött der Schwestern, sondern zum begehrten Studienobjekt der saisonal bedingt unterforderten Ärzte machte: Eine Ski-Verletzung bei 25 Grad im Schatten!

Für den nächsten Urlaub (Nordafrika/Naher Osten) sammle ich ab jetzt Verletzungsideen. Vorschläge nehme ich in den Comments entgegen. Gern auch mit Foto!

Hart Gesottene klicken

Nach einer Stunde:

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Nach einem Tag:

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Zwei Tage:

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Gestern:

snv33811.JPG

5 Kommentare »

  1. das ist ein grober scheißdreck, vor allem weil das ewig und acht tage braucht bis es wieder 100% ok ist, wenn es das je wieder wird.
    ich hatte das auch mal mit 16 wohlgemerkt. da hab ich ein gutes dreiviertel jahr dran laboriert, ich möchte nicht wissehn wie lange das mit ende dreißig brauchen würde. beileid.

    Comment by westernworld — 13. Oktober 2007 @ 22:16

  2. Danke. Angenehmerweise habe ich als sportlich vergleichsweise inaktiver Typ kaum Freizeiteinschränkungen zu bedauern.

    Comment by Freerk — 14. Oktober 2007 @ 10:28

  3. nee-oh-neeeee,
    das sind ja farben wie bei paula modersohn-becker!
    ta m.

    Comment by manje — 14. Oktober 2007 @ 22:20

  4. Vergiss nicht in nächster Zeit genuegend Gelatine (Gummibären o.ä.) zu essen. Nicht sehr lecker aber gut fuer die Regeneration. Und frag lieber dreimal nach bevor Du Dir irgendwas aufschneiden lässt – wie ich hörte macht man das heute kaum noch.
    Als nächste Verletzung schlage ich eine kleine Kopfverletzung vor, die keinerlei Nebenwirkungen ausser einer 6tägigen erotischen Halluzination mit sich bringt. Dann heilt der Fuß bestimmt schneller …
    Gute Besserung

    Comment by Bjoern — 16. Oktober 2007 @ 01:13

  5. Is notiert!
    Gummibärchen finde ich im Übrigen gar nicht so schlimm. Und zur Not esse ich den Schweinebauch einfach direkt. Ohne Umweg über das Bärchen.

    Comment by Freerk — 17. Oktober 2007 @ 10:36

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