21. Januar 2006

Novus annus praecox

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 15:59

Gestern abend erzählt mir N. in der Bar, dass ihr Jahr 2006 eine Stunde länger ist als meins. Grund ist, zu meiner Überraschung, kein Auslandsaufenthalt im Osten, das kann ja Jeder. This is what happened:
N. und Freundin bereiten sich auf einen gemeinsamen Sylvesterabend vor, man nimmt schonmal einen Sekt, im Bad macht man sich nochmal schnell gemeinsam frisch. Beim kurzen Blick auf die Uhr, die Wimperntusche noch in der Hand, ist es plötzlich schon zehn vor zwölf!
Gerade so schafft man es noch ans Fenster, diesmal ein Glas Sekt in der Hand, und zählt gemeinsam runter. Umarmung, Anstossen, und dann Feuerwerk gucken – das allerdings ausbleibt. Nunja, man müsse den Leuten ja auch Zeit zum Anstossen geben, zu zweit umarmt man ja nun schneller, aber auch nach fünf Minuten nichts. Eine einzelne Rakete am Horizont. Puff.
Die Lösung bringt dann ein genauer Blick auf die Uhr: Fünf nach elf.
Oh. Verguckt im Bad.

Das wiederum erinnert mich an eine grandiose Geschichte von K., die seinerzeit während der Ausbildung zur Buchhändlerin immer richtig früh Aufstehen musste, auch im Winter, wenn es noch Dunkel war, und man im Laden erstmal Licht anknipsen musste. Tagein, tagaus war sie so früh morgens die erste vor Ort.
Im Winter also, eines Tages, ist dann auch endlich mal wieder Feierabend für K. Sie fährt nach Hause und will sich ob der angesammelten Müdigkeit nur mal eben für ein Stündchen hinlegen. Als sie dann aber aufwacht, ist es schon wieder zwanzig nach Sieben, Zeit aufzustehen, Dusche, Frühstück und los. Draussen ist es dunkel, die Strassen sind voll, der Laden ist noch verschlossen. Logisch. Sie hat ihn ja vor zwei Stunden abgeschlossen.

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