27. Mai 2005

Bei Walter Kempowski, 2004

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 20:26

Bei mir ist der eine Job vorbei, vier Monate habe ich in Köln gearbeitet, die nächste Produktion steht schon vor der Tür. Ich fahre für zwei Tage in den Norden, zu den Eltern, auch um mit meiner Mutter Walter Kempowski zu besuchen, der irgendwo zwischen Bremen und Hamburg wohnt, den Ortsnamen hab ich vergessen. Man muss hier allerdings sagen, dass es für meine Mutter und mich natürlich kein Besuch ist, sondern eine Audienz.

Aufhänger der Audienz sind die Tagebücher der Frau, die früher bei uns im Haus gewohnt hat, oben unterm Dach. Diese Bücher fanden wir eines Tages, nach dem Tod der Frau, von ihrer Verwandschaft in unserer Mülltonne entsorgt. Wir haben sie wieder herausgeholt und nun sollen sie, 2o Jahre später, in Walter Kempowskis Tagebucharchiv. Das macht einfach mehr Sinn.

Wir fahren mit dem schweren Holzkoffer auf dem Rücksitz los, das Wetter ist sehr schön, die Sonne scheint und es ist ziemlich windig. Wir sind für 15h angemeldet, ich fahre aber zu schnell und so sind wir zu früh in Nartum, so heißt nämlich der Ort, jetzt weiß ich es wieder. Auch das Wohnhaus hat einen Namen: Haus Kreienhoop. Wie ein Gasthof.
Wir entschließen uns, noch etwas zu warten. Ich parke den Wagen auf einem Feldweg mit wehenden Birken. Meine Mutter holt einen ausgerissenen Zeitungartikel aus ihrer Tasche, Überschrift: Walter Kempowski über Pisa, Politik und Pädagogik. Ein großes Bild von ihm ist auch abgedruckt, er hat sein Buch “Letzte Grüße

13 Kommentare »

  1. Wieso “Noch keine Kommentare”?
    Das wird ja wohl wenigstens einer mal gelesen haben!
    Und da gehört dann auch ein Kommentar drunter.
    Weil
    es schließlich um Walter Kempowski geht
    und weil
    es auch recht “lesig” aufgesetzt ist.
    Beim Lesen meint man fast glauben zu können, dass der
    Stil von “Walting” sich ein wenig unbemerkt und un-beabsichtigt, in den Text eingeschlichen hat.
    -
    Ich bin hier auf der Suche nach dem berühmten
    Literaturseminar gelandet. Wenn es damit nicht klappen
    sollte, werde ich eben die Kiste mit den alten Tage-
    büchern vom Speicher holen und mich auf den Weg nach
    -wie hieß der Ort noch mal?- machen.
    Grüße
    Franz-Rudolf Molitor

    Comment by Franz-Rudolf Molitor — 23. Juli 2007 @ 18:48

  2. Oh! Man dankt!

    Comment by Freerk — 24. Juli 2007 @ 16:47

  3. Fand die beeindruckenden Impressionen bei der Suche nach dem Kempowski-Archiv.
    Erfreulich, so etwas in der Bloggersphäre zu finden. Gut dem Ding und weiter so!

    Comment by N.N. — 11. August 2007 @ 15:45

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