9. August 2007

Frühstücke Europas

Filed under: Kulinares — Freerk @ 11:32

SNV32273 SNV30932 DSC01115
Zagreb, Wien, St. Petersburg

8. August 2007

… die documenta?

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 19:38

Im Nachhinein würde ich jetzt schon sagen, dass es sich gelohnt hat. Vor Ort weiß man das ja immer nicht so genau. Da sieht man ein paar schöne Arbeiten und eben auch viel Mist; überflüssige, völlig belanglose Sachen, obsoletes. Aber die vergisst man glücklicherweise wieder, und die guten Stücke behält man.

SNV32732

Gefallen haben mir zum Beispiel die mit Brecheisen und Zange beschriebenen Zäune von Dmitri Gutov im Aue-Pavillon. Erst wenn man direkt davor steht, erkennt man, dass es sich bei den filigranen Schriften und Zeichen um dickes, gebogenes Eisen handelt. Im Gegenlicht funktioniert das ganz wunderbar. (Künstler und Werk im Video)

Wirklich super war auch der „Phantom Truck“ von Manglano Ovalle Inigo in der documenta-Halle. In einem großen, fast völlig abgedunkelten Raum erahnt man irgendwann einen originalgroßen LKW-Anhänger; die Nachbildung eines mobilen Labors zur Herstellung biologischer Waffen. Vorlage waren Colin Powells „zuverlässige Informationen“ die ja auch die Rechtfertigung für die Irak-Invasion der USA lieferte.

Schon etwas älter aber trotzdem schön fand ich auch Simryn Gills „Remade internal systems from a model 1313 Tata truck“ – die nachgebaute Motor- und Getriebegruppe eines Transporters aus Termitenhügelerde, Flußlehm, Muschel- und Fruchtschalen (Banane, Mango, Mangostin), Blätter (Bodhi, Sea Almond, Durian), Kokosnussrinde und -faser, Areka-Nussschalen, Kapok, Lalang-Gras, Bananenbaumstamm, Bougainvillea, Gelatineklebstoff, Dammarharz und Milch. Quasi ein leckeres Müsli-Getriebe!

Natürlich war auch wieder einige „Hurz“-Kunst dabei, da steht das breite Publikum ganz ergriffen davor und deutet und gibt sich wirklich alle Mühe mit Bildsprache und Symbolik. So viel Muße hatte ich nicht immer. Wenn ich mir zum Beispiel die dritte großformatige Pimmelhuldigung von Juan Davila angucken muss, wird es schon schwer. (Wie schmal dessen Motivpalette ist, merkt man auch bei einem Blick in Google Bilder: Sobald es etwas detailreicher wird, wird da schön alles raus gefiltert. Selber schuld Juan! Nicht so viele Pimmel malen!

Und ebenfalls overfeatured fand ich Cosima von Bonin, das ist einfach nicht mein Fall. Aber was willste machen, ein paar Deutsche müssen eben auch immer dabei sein.

In Erinnerung bleiben wird mir auf jeden Fall das Mohnfeld von Sanja Ivekovic. Und zwar nicht nur, weil es wirklich sehr schön anzusehen war, sondern auch weil ich mir vier reife Schlafmohn-Kapseln mitgenommen habe. Für das Feld war extra eine Sondergenehmigungng von der ,Bundesopiumstelle’ in Bonn eingeholt worden. Wieder zuhause angekommen, stellte sich allerdings nach kurzer Recherche heraus, dass es sich beim documenta-Schlafmohn um eine morphinarme Sorte handelt.

Wahrscheinlich besser so. Man weiß ja, wie diese Künstler sind.

5. August 2007

Tschüss, Schatz!

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 12:41

Obwohl erst zarte 28, zeigt die Freundin des Mitbewohners bereits vermehrt Anzeichen seniler Demenz.

SNV32696.JPG

SNV30004.JPG

2. August 2007

Peinlich, peinlich.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 10:34

Dabei hatte er es doch eigentlich nur gut gemeint.

Gestern Abend stehe ich im Lidl, schon kurz vor der Kasse, wie üblich völlig überladen. Nur gut, dass ich mich nicht auch zu Milch-Hamsterkäufen hab hin reißen lassen. Vor mir in der Schlange steht ein Junge, vielleicht 17 oder 18, sieht ganz aufgeweckt aus, Locken und Mütze, Hose baggy. Er kauft: Zwei Sixpac Lidl-Bier Gold und zwei Zwei-Liter-Flaschen Sangria (die, bei der der Blindenhund gleich mitgeliefert wird).
Oha, denke ich, da will es aber einer wissen.

Schon von weit weg hatte ich gesehen, dass der Kassierer wohl einen Clown gefrühstückt hatte. Mit jedem Kunden machte er ein Späßchen. Gerade fragt er eine junge Frau mit EC-Karte nach ihrer Pin. Die reagiert prompt und sagt: Beim nächsten Mal vielleicht, Schätzchen. Das treibt den Kassierer natürlich richtig an, so dass er zum Baggy-Hosen-Junge beim scannen der Sangria sagt:

Ah! Und zwei mal Pennerglück!

Der Junge guckt ihn versteinert an und lächelt nicht die Bohne. Der einzige der lacht bin ich (und ich habe einen Helm auf). Ich denke, vielleicht hat der Junge es einfach akkustisch nicht verstanden? Und genau das denkt auch der Kassierer. Er legt noch mal nach:

Na wolln ma hoffen, dass Dir davon nicht schlecht wird! (Was ja an sich schon mal eine ziemlich mutige Ansage für einen Supermarktmitarbeiter ist.) Und jetzt reagiert auch der Lockenjunge und urplötzlich wird dem Kassierer klar, warum der Witz nicht witzig war. Der Junge sagt ganz trocken: Nö, is´ für meinen Vater. Da war der Kassierer blitzartig still und hat auch kein Spöki mehr gemacht.
Ich fands trotzdem klasse! Erziehungsberechtigte beleidigen? Großes Kino!

Und als ich dran bin, frage ich extra noch mal nach. Nur damit der Kassierer nicht denkt, es hätte niemand gemerkt. Ich frage:
Seit wann dürft ihr eure Kunden denn Penner nennen?
Wollte er nix zu sagen.
Penner.

26. Juli 2007

Filed under: Zitiertes — Freerk @ 13:25

Also das muss mir jetzt wirklich noch mal irgendwer erklären. Tut Katharina Wagner nur ein Bisschen hohl, oder ist die wirklich so? Weil: Wenn man sie in diesen kurzen und hastigen Interviews im Foyer so hört, dann klingt sie fast wie ein Producer bei RTL: Ja, die Sänger wären wirklich alle überaus begabt, das könne man nicht anders sagen. Und nein, so harmonische Proben hätte auch sie noch nie erlebt.

Obs hinterher auch ein Making-of gibt? Und Präsentkörbchen?

23. Juli 2007

Vier mal Urlaub

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 17:23

Auszugsweise.

(more…)

21. Juli 2007

Filed under: Zitiertes — Freerk @ 14:37

Selbst wenn Herr Wichert die Bänder aufgegessen hätte, würden professionelle Datenrettungsunternehmen nach der Verdauung den Inhalt wieder herstellen können.

Ach schade. Da ist man knapp drei Wochen unterwegs und verpasst die schönsten Sachen.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 12:58

Frau Z. wohnt schr

19. Juli 2007

SPAM

Filed under: Mediales — Freerk @ 18:06

outcheating

Besonders romantisch war ich eigentlich nie.
Aber das finde selbst ich etwas direkt.

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 12:51

Alpen und Dolomiten, generell Berge: Das ist schon ein witzige Sache. Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, die dort hin zu bauen? Professor Harald Lesch aus dem Fernsehen hat gesagt, das würde dort in Zukunft alles noch weiter aufgefaltet, gewissermaßen bis zur Unkenntlichkeit, immer höher, wie der Himalaya. Er selbst würde rechtzeitig Grundstücke in Polen kaufen, denn Polen würde das neue Alpenvorland. Schweizer und Österreicher würden es zunehmend schwerer haben in ihrem Land, das ganze rauf und runter, das wird nicht leicht.

Da mich die Oberflächengleitsportarten nicht besonders ficken, hatte ich mit Bergen bisher eigentlich nichts am Hut, durch die Rocky Mountains bin ich mal gefahren, um dann hinterm Wolf Creek Pass auf 3291 Metern mit kaputter Benzinpumpe liegen zu bleiben. Da wird die Luft schon so dünn, dass man sich zwei mal überlegt, ob man um Hilfe ruft. Nichts desto trotz kann, wie ich jetzt weiß, auch ein Hanseat Freude an Bergen entwickeln. Egal ob sie nun spitz, schroff, blockartig, symmetrisch oder schief sind: Mit dem Motorrad fährt es sich prima darauf herum, zumindest im Sommer. Faszinierend war hierbei für mich unter anderem die Feststellung, dass Berge meist nicht allein in der Landschaft herum stehen, sondern oftmals Teil eines Gebirges sind. Bevor man von einem so richtig runter ist, ist man schon wieder halb auf einem anderen drauf, in einem durch geht das, man bekommt es fast nicht richtig mit. Zum Glück ist an der Oberseite eines Berges jeweils ein Gipfel angebracht, mit etwas Schnee drauf, damit man ihn besser erkennt. Diesen Gipfel kann man vom Pass aus betrachten, der Pass ist sozusagen der Gipfel einer Strasse, von dort geht es auf beiden Seiten runter. Oft ist der Pass mit einen Rasthaus ausgerüstet, ich nehme stets Leberkäse mit Spiegelei.

Die meisten Leute machen ein Foto, wenn sie es auf den Pass geschafft haben, damit sie wissen, auf welchen Bergen sie gewesen sind. Das ist hinterher wichtig, bei dem ganzen Durcheinander im Gebirge. Ganz schlaue stellen sich auf dem Foto so hin, dass man weder den Namen des Passes, noch die entsprechende Höhe erkennen kann.

Passo Falzarego

Das sind dann natürlich meistens die Hanseaten oder andere bergfremde Etnien. Dennoch: Ihre Augen leuchten voller Stolz ob des bezwungenen Massivs, Mensch vs. Natur, wo gibts das heute noch? Es dauert dann immer ein paar Minuten, bis ein großer Reisebus um die Ecke biegt, mit 40 Slowenen drin, die machen dann auch alle so ein Foto.

Aber sie leuchten dabei nicht.

15. Juli 2007

Sorry,

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 15:48

dass hier schon so lange nichts mehr passiert ist. Das liegt aber nicht daran, dass mir die Worte fehlen, sondern daran, dass ich im Urlaub war. Ich sortiere jetzt erst mal meine Sachen, dann mich selbst, und dann melde ich mich wieder.

SNV32512

25. Mai 2007

Filed under: Zitiertes — Freerk @ 11:54

Wartet, bis ich erst wieder gesund bin. Dann komme ich zurück und gehe ab wie ’ne Tüte Mücken.

Klick

Filed under: Mediales — Freerk @ 00:31

Herrjeh. Ene Fuss.
So werden wir also ab heute auf den Laufstegen der Welt repräsentiert.

23. Mai 2007

Aua: Briefmonopol fällt

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 17:44

Jetzt geht die Scheisse nämlich los, dass man drei mal täglich in den Briefkasten gucken muss, weil die gelbe Post um 9h, die rote um 10h und die grüne am späten Nachmittag kommt.
Letzte Woche stand eine Briefträgerin völlig aufgelöst vor meiner Tür und wollte mir einen Stapel Briefe für den gesamten Hinterhof in die Hand drücken. Ich schaffe das sonst nicht! Ich bin total am Ende! Ich geb ihnen das jetzt! Dieser Beruf scheint es in sich zu haben. Erst im letzten Jahr hat es unseren Stammbriefträger auf der Äußeren Kanalstraße erwischt. Herzklabaster. Bei mir vorm Fenster hat er sich täglich pünktlich um 8h45 eine Zigarette angezündet. Aber damit ist es nun wohl vorbei.

19. Mai 2007

Filed under: Die Nachbarin — Freerk @ 14:16

Gestern Abend: Laues Lüftchen, Kerzen an, Flaschen auf.
Auf dem Grill:
Garnelenschwänze, Kaninchenvorderläufe, Spanferkelkoteletts.
Neben dem Grill:
Der Nachbar.
Dann, nach einer dreiviertel Flasche Merlot, der Nachbar spricht.

Ich kenn sie doch, diese ganze Mischpoke.
Auf der Bed & Brutter Rumstehen kann ich auch.

17. Mai 2007

Filed under: Zitiertes — Freerk @ 11:58

Gerade eben im Deutschlandradio Kultur:
In diesem Jahr hätte Glenn Gould seine 75sten Geburtstag feiern können.

Leider ist ihm was dazwischen gekommen?

16. Mai 2007

Flip

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 10:28

Gestern abend Spargel essen bei M. Geht natürlich nicht ohne den richtigen Schinken. Ich also auf den letzten Drücker noch zu Kaufland gezwitschert, weil der am größten war, wegen Auswahl und so.
Schinken war schnell gefunden, Schwarzwälder am Stück, und zwei Pott Sahne für Erbeeren hinterher hab ich auch noch gekauft.

An der Kasse steht ein Rastafari vor mir in der Schlange, also natürlich kein richtiger aber der ging schon so in die Richtung, auch mit 15 Kilo Haaren unter einer wirklich gigantischen rot-gelb-grünen Strickmütze, die die übliche Schräglage aufwies, wie der schiefe Turm von Pisa. Und jetzt kommts: Eingekauft hatte Ziggy ausschließlich Erdnussflips. Aber nicht eine Tüte, sondern etwa fünfzig. Das Band war von vorne bis hinten voll! Ich musste richtig Lachen und hab die ganze Zeit versucht, Blickkontakt mit ihm aufzubauen, so nach dem Motto Hey, sauber, endlich hats mal einer begriffen. Aber Ziggy war schon total auf die Flips konzentriert und hat auch nicht mehr hochgeguckt.

14. Mai 2007

Filed under: Kulinares — Freerk @ 09:06

Endlich mal gemacht & auch ziemlich lecker: Gebackene Holunderblüten.
Der Geschmack erinnert mich ans Klettern. Früher, im Baum.
Aber Vorsicht: Nicht so viel Grünes mit essen. Da wird einem schlecht von.

Dazu gerne: Caotina Trinkschokolade aus der Schweiz.

12. Mai 2007

Nachsitzermonat!

Filed under: Triviales — Freerk @ 19:15

Also jetzt macht natürlich alles Sinn. Das mit dem Wetter und so.
April und Mai haben einfach getauscht. So einfach ist das.
Von wegen Erderwärmung. Die beiden hatten nach 400 Jahren einfach keinen Bock mehr.

Traum vom Fliegen

Filed under: Annekdotes — Freerk @ 19:06

Seit wirklich langer Zeit mal wieder eine ganze Nacht nur geflogen. Direkt nach dem Einschlafen gings los. Gegen Drei bin ich kurz aufgewacht und dachte: Ach wie schade, jetzt biste aufgewacht. Ging dann aber direkt weiter.
Das Fliegen selbst funktionierte wie immer: Schwimmen in der Luft. Wenn es einen langsam zur Erde zieht macht man einzwei Züge und ist wieder oben. Über den Bäumen, Häusern, Menschen.
Wegen einer blonden Frau am Boden hab ich mich ein paar Mal absinken lassen. Hat mich an S. erinnert, obwohl ich die seit nem Jahr schon nicht mehr gesehen habe. S. war ganz ungehalten wegen meinem Rumgefliege. Was das solle. Gäbe doch genug zu tun, hier unten.
Damals in Bremen gab es mal eine Umfrage zum Traumfliegen. So zu Forschungszwecken. Weiß gar nicht, was daraus geworden ist. Da wurde genau gefragt, wie man fliegt und wo. Wie lange. Würde mich interessieren, was die ergeben hat, weil: Im Traum ist mein Fliegen ein Trick, den irgendwie nur ich drauf habe. Ich kann dann immer gar nicht verstehen, warum die Anderen dabei scheitern. Wo es doch so einfach ist.